wissen-schafft

Mittwoch, 11. Januar 2006

Salonunfähige Wissenschaften

Während sich alles um den guten Amadé reißt, kräht in diesem Jahr wohl kaum ein Hahn nach Sigmund Freud, dem Mann, der unsere angeblich sexuellen Hintergründe hinter allem, was wir tun, salonfähig machte (oder fast, sagen wir mal). Ebensowenig wurden Hypes rund um Genius Einstein erdacht.
Wenn man bedenkt, dass ohne Relativitätstheorie das GPS immer um einige Meter daneben liegen würde ergo unbrauchbar wäre...

Mozart ist eben ein Medientalent. Oder gebührt gesellschaftlicher Wert immer noch mehr der Muse als der (Natur-)Wissenschaft? So gesehen ist es dann eh nicht so schlecht.




PS: Sehen Sie, Frau von Frei, mit Druck geht alles.

Donnerstag, 24. März 2005

es grünt so grün

Und heute grünt es besonders, nämlich donnerstäglich. Warum der heutige Tag so heißt, und ob das tatsächlich etwas mit der Farbe grün zu tun hat, wollte ich eigentlich schon immer wissen.
Und: erwischt. Es ist halbwahr, dass grün von grün kommt.
Eigentlich kommt der Gründonnerstag von ahd. Grinen, d. h. Klagen, und am Gründonnerstag, dem Tag des letzten Abendmahls, gab es fürwahr einiges zu beklagen.
Andere Interpretationen freunden sich aber auch mit der Farbe selbst an. So - und das wieder im religiösen Kontext - ist der Gründonnerstag der Tag der Hoffnung, weil ja grün für Hoffnung steht. Etwas weltlicher die Interpretation, die sich mit dem herannahenden Frühlingsgrün als Erklärung zufriedengibt. Denn da könnte es genauso gut Grünmittwoch, Grünfreitag usw. heißen. Wie auch immer, genau weiß man es nimmer.

Was ich aber weiß ist, dass mir Spinat nie geschmeckt hat als Kind. Und da sich irgendein schlauer Ernährungswissenschafter verschrieben hatte und dem Spinat ein Zehnfaches an Eisen "angedichtet" hatte (die Kommastelle war falsch gesetzt), war es in meiner Kindheit ziemlich trendy, den armen Kleinen das Ekelgemüse per se vorzusetzen. Was natürlich immer wieder zu einer grünen Schlammschlacht führte. Bis, ja bis er kam:
popeye
Dann wohl aß ich ihn, ich wollte schließlich genauso stark und mutig werden wie er. So schnell ich ihn runterschlang, so schnell war er dann aber auch wieder da.
Heute weiß man, dass der Spinat Substanzen enthält, die für Hunde und Kinder unverträglich bis giftig sind. Und deshalb lass ich meine Kleinen damit in Ruhe.

Mittwoch, 16. März 2005

Der gute Ton

macht nicht immer die Musik.

no comment

Wie explosiv sich die Tendenz zum Bloggen entwickelt, wird hier ja sehr schön ersichtlich. Es hat wahrlich den Anschein, als gehöre es zum guten Ton sich ein Weblog zuzulegen.
Egal, was drinsteht.
Egal, ob man etwas zu sagen hat.
Mir ist nur aufgefallen, dass mit der steigenden Anzahl an Blogs der Content gegenproportional (sagt man so?) abfällt.
Am schlimmsten find ich die Sexblog-Flut. Teilweise sind sie so unsexy, dass man sich - wollte man sich ihnen wirklich widmen - Viagra reinziehen müsste, um mit den Frühlingsgefühlen wieder auf gleich zu kommen.

Sorry, musste auch mal gesagt sein.

Montag, 21. Februar 2005

Die 11.9.er Lüge

Neulich habe ich etwas gehört, das mir recht interessant erschien, auch wenn ich nicht mit Bestimmtheit sagen kann, ob es wahr ist. Wirtschaftssoziologen behaupten, dass die Wirtschaftskrise nach dem 11.9. lediglich eine Medienkampagne gewesen wäre (ist?). In Wirklichkeit ist es den Unternehmen nie schlecht gegangen, die erfolgreichen unter ihnen hätten ohnehin nie zu kämpfen gehabt. Es sei lediglich so verbreitet worden, damit die Preise für die Dienstleister (unter anderem) noch mehr gedumpt werden konnten, Leute entlassen werden konnten - mit dem Ziel, das Unternehmen eben noch reicher zu machen.
Für meinen Berufsbereich stimmt das zum Teil sehr wohl. Die Beispiele behalt ich jetzt lieber für mich.
Wenn man sich für Österreich die jüngsten Veröffentlichungen in Bezug auf Reich-Arm ansieht, sieht man die Vermutung bzw. Meinung der Wirtschaftssoziologen eigentlich - bestätigt. So viele Arme und von Armut bedrohte Menschen hat es schon lang nicht mehr gegeben.
Irgendwie erinnert mich das an das Mittelalter.

Mittwoch, 16. Februar 2005

Träume sind Schäume

Was uns am Tage verwehrt bleibt, das leben wir in der Nacht aus.
So einfach könnte eine Traumdefinition lauten, die aber sicherlich sofort ihre Gegner finden würde, die wiederum behaupten würden, dass wir das träumen, was wir am Tag nicht fertigzudenken imstande waren.
Falls das stimmt, sollte ich mein Leben wohl schleunigst überdenken.
Ich nehme an, Sie möchten jetzt gern wissen, was ich heut Nacht geträumt habe. Na gut, es war aber nichts Erfreuliches. Meine Lieblingstante ist gestorben, nachdem sie noch ein Kind bekommen hat. Fruchtbarkeitsmäßig ist sie in Wirklichkeit ja längst über dem Jordan und ihre Tochter hat eigentlich grad ein Kind bekommen, was vielleicht den Traum erklärt aber doch nichts zur Sache tut. Denn geträumt hab ich es. Man sagt ja, dass wenn man träumt, dass jemand stirbt, dann bedeutet das, dass eine neue Lebensphase beginnt. Aber wozu brauch ich eine neue Lebensphase, ich möchte viel lieber weiterhin so vor mich dahintümpeln. No?
Und gestern - mein Repertoire ist ja groß - habe ich geträumt, dass ich mir meine Haare ratzekahl abgeschnitten habe. Wer mir kennt, weiß, dass ich über ein durchwegs ansehnliches, langes Haarkleid verfüge, das ich eigentlich selber recht gern mag. Und so fragte ich mich im Traum, wie mir denn im Traum nur einfallen konnte, so etwas Idiotisches zu tun. Wäre ich ein Mann, wäre es sicher ein Kastrationstraum gewesen, so zum Vergleich.
Und da nun doch schon ein paar Wochen vergangen sind seither, kann ich auch erzählen, dass ich sehr oft Träume von Flutwellen habe, schon seit Jahren. Die Flutwelle kommt, alle rennen weg, nur ich bleibe stehen, bis sie mich erwischt hat.
Manchmal denke ich, ein Traumdeuter hätte eine rechte Freude mit mir.
Meine Freundin erzählte mir vor wenigen Tagen, sie hätte einen Sextraum mit Gerard Depardieu gehabt. Ich hätte auch lieber Sexträume, vielleicht nicht gerade mit dem Depardieu, aber schon auch.
Aber: Träume kann man sich ebensowenig aussuchen wie das Wetter...

Montag, 7. Februar 2005

La rose est une rose une rose

Trotzen wir doch dem schnöden Fasching und erfreuen wir uns vielmehr der Blume, die dem heutigen Tag ihren Namen gegeben hat. Wie schon hier angeschnitten, rätsle ich gerade über die Vielfalt, mit der sich die Rose in unserer Welt präsentiert...

Donnerstag, 4. November 2004

Welcher Ordnungstyp sind Sie?

Gestern eröffnete mir meine Freundin M. eine Theorie über den Menschen in Bezug auf die (liebe) Ordnung, die sie in produktiver Kooperation mit ihrem Kollegen M. erarbeitet hatte. Nicht nur, dass sie, die Theorie, Frau Freilich recht einleuchtend erscheint, sie kann vermutlich auch auf alle Menschen umgelegt werden.

Da Prof. Dr. Freilich ihre Zeit am liebsten in ihrem Labor verbringt und da es diesen genialen Impuls unvermittelt zu analysieren galt, kam sie nicht umhin, ihre biologischen Studien für die Entwicklung einer fundierten Ordnungstypentheorie zu unterbrechen. Im Folgenden sind somit der Ordnung halber die benamten und kategorisierten Typen aufgelistet. Lesen und erkennen Sie sich selbst!

Der Teutone
Alles muss seine Ordnung haben. Der Teutone hetzt mit dem Zollstock in der Hand durchs Leben. Als bester aller Mitarbeiter tut er stets termintreu seine Pflicht. Auf den Teutonen kann man sich ebenso verlassen wir auf gelebte Langeweile, wenn man versehentlich mit ihm auf Urlaub fährt. Außer man ist selber einer.

Der Italiener
Außen hui und innen pfui beschreibt diesen Typen am besten. Sein makelloses Äußeres täuscht über das kreative Chaos, das in seinem und dem Innenleben seiner Einrichtungsgegenstände herrscht, hinweg. Vielleicht ein wenig oberflächlich, ist er doch ein Charmeur, von dem man gerne erzählt, dass man einmal etwas mit ihm gehabt hat.

Der Austriake
Ihm ist es egal, wie er und es ausschaut. „Alles was ein Mann schöner ist als ein Aff’, ist Luxus“ ist seine Devise. Wenn man bei diesem Typen genauer hinschaut, erkennt man jedoch, dass sowohl seine Schubladen als auch Gedanken schwer in Ordnung sind – alles ist stets griffbereit. Den Austriaken hält man sich gern als heimlichen Freund und Berater.

Der Vatikaner
Bei diesem Typen ist das Chaos schlichtweg perfekt. Völlig durchgeknallt, fehlt dem Vatikaner jeglicher Bezug zur Realität. Er zeichnet sich besonders durch geistige Abgehobenheit und stets vollendetem Verwirrungszustand aus. Normalerweise gondelt der Vatikaner im auffälligen Retrolook durch die Weltgeschichte. Trotz allem machen ihn sein unerschütterlicher Glaube an den Weltfrieden und die Tatsache, dass er eigentlich recht harmlos ist, relativ ungefährlich.

Sonntag, 10. Oktober 2004

Aus Prof. Dr. Freilichs Labor

APA (Wien/Steiermark): Die Wissenschaft ist um eine phänomenale Entwicklung reicher. stechmcke Mittels eines noch nie da gewesenen interdisziplinären Verfahrens ist es nach jahrelanger Forschungsarbeit gelungen, Biorhythmus und Verhalten der gemeinen Stechmücke gelsea vulgaris zu analysieren und für Therapiezwecke zu nutzen.
moskito Verantwortlich für diesen wissenschaftlichen Durchbruch zeichnet sich Prof. Dr. Freilich, der es mit Hilfe ausgeklügelter und noch geheim gehaltener DNA-Analysen geglückt ist, das Gen genius boorsaugensis zu lokalisieren und mittels Implementierung NLP- und trancetherapieunterstützter Komplementärmolekularkomponenten ein zielorientiertes Zustechen dieser Spezies zu erwirken.

APA: Frau Prof. Dr. Freilich, heute ganz ohne Faltenrock?
Freilich: Ja (freut sich) ähm, ganz richtig. Ja, genau.
APA: Frau Prof. Dr. Freilich, abgesehen von den roten Flecken, die Sie da im Gesicht haben, was versprechen Sie sich von Ihrer bahnbrechenden Entdeckung?
Freilich: Nun ja, was soll ich sagen? Sie haben es ja selbst gerade gesehen, die Schönheitschirurgen stehen Schlange. Es ist alles nur eine Frage des Marketings.
APA: Verraten Sie uns, wie Ihnen die Idee zu dieser Entwicklung gekommen ist?
Freilich: Die Erfindung ist meinem dreijährigen Volontariat beim Flohzirkus zu verdanken. In dieser Phase bekam ich die Gelegenheit, die weit vielschichtiger als erwarteten psychosozialen Strukturen der Insektenspezies zu erforschen. Diese Erkenntnis bildete somit die Grundlage für meine therapeutische Arbeit mit der gemeinen Stechmücke. Ok, ich sehe schon, ich überfordere Sie. Den Rest können Sie dann anderswo nachlesen
APA: Danke, Frau Professor. Eine letzte Frage noch: Welche Reaktionen erwarten Sie sich von der Welt der Wissenschaft?
Freilich: Ganz ehrlich: Ich finde, die Nobel-Mille steht mir schon lange zu.

Samstag, 9. Oktober 2004

Physikvortrag

Ich finde, die Zeit wäre jetzt reif, um die Ära der Dematerialisierung einzuleiten.
Man könnte damit sich selbst oder auch Gegenstände ihrer materiellen Konsistenz entheben, ganz einfach in eine dem-Datei verpacken und per Email versenden. Oder auch per SMS natürlich.

Man könnte damit die lieben Kleinen morgens in den Kindergarten smsen, im Urlaub die Blumen selber gießen, Liebesgrüße persönlich überbringen, auf einen Käsekuchen schnell ans andere Ende der Welt reisen. Und so weiter und so fort. Wär doch super!

Das Problem bei solchen weltbewegenden technischen Revolutionen ist halt – wie immer – der Mensch selbst, der Mensch und sein Ethos. Um mich jetzt nicht langatmig in Ausführungen über die Werte der Menschheit zu verlieren, bring ich die Sache sofort auf den Punkt:
Was, wenn der Empfänger den Löschen-button betätigt?

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...und ich versuchs gar nicht ! Grüße Lars //schr eibnetz.twoday.net/ http:/ /schreibnetz.de Tschüss Pr obleme...
schreibnetz - 10. Apr, 16:46
Nun ist der Zusammenhang...
...und ich versuchs gar nicht ! Grüße Lars //schr eibnetz.twoday.net/
schreibnetz - 10. Apr, 16:45
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sweety. wie du wahrscheinlich nicht weißt, war ich...
freilich - 12. Mär, 11:39
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humbug - 10. Mär, 06:05
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humbug - 9. Mär, 15:33
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dass unser kater eine maus tötet und sogar verspeist...
freilich - 9. Mär, 09:24
punkt 1: soviel stress...
punkt 1: soviel stress wegen etwas, das die natur auch...
humbug - 9. Mär, 05:59
von einem eingefleischen...
ist das ja schier ein Kompliment
freilich - 8. Mär, 12:18

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