menschlich

Sonntag, 7. Mai 2006

Wie im Film

Ebenso unberechenbar wie der Mairegen brach wegen ebendiesem gerade eine Schar appetitlicher Motorradler bei mir ein, auf Selbsteinladung von einem von ihnen, den ich kenne.
Abgesehen davon, dass ich heute ohnedies fieberbeblast ungeschminkt übelst aussehe, fand sich außerdem plötzlich mein Ex in der roten Unterhose und mit kaputtem rosarot geblümten Regenschirm vor der Tür - für alle Motorradler gut einzusehen - damit ich ihm zwecks Sommerreifenmontage meine Autoschlüssel gebe. Mit von der Partie unser gemeinsamer Sohn, das ganze Gesicht schokoladenverschmiert, wie er sich schüchtern an die nackten Schenkel des Vaters schmiegte.
(Was sich in so einem Gefühlsleben zwischen Dankbar- und Peinlichkeit abspielen kann...)

Samstag, 12. November 2005

Auffassungssache

Wie unterschiedlich doch die hehren Ziele `der Geschlechter sein können...

Zufriedenheit:

Sie sagt: Wenn ich zufrieden bin, erbringe ich Höchstleistungen
Er sagt: Wenn ich zufrieden bin, werde ich faul

Ob die Zufriedenheit ein Ziel ist, das nur für Frauen erstrebenswert ist? Oder eine Frage der geschlechtsspezifischen Definition?


Anm: Ich habe nicht nur zwei Leute befragt, und es ist erstaunlicherweise genau das Ergebnis hier herausgekommen

Montag, 4. Juli 2005

Nomen est omen

Gehört wahrscheinlich nicht zu den erhellendsten (abgesehen vom wahren Sinne des Wortes) Erkenntnissen der Menschheit, aber der Name der Sonnenblume wird selbiger vollends gerecht.
Da mag das Wetter noch so trübe sein, sie ist immer gleich sonnig, gleich gelb, gleich glücksgefühlvermittelnd.

Mit bestem Dank an Herrn Jüngstfreilich, der die glorreiche Idee hatte, Sonnenblumensamen in das Blumenkisterl zu stecken.

p1000303

Montag, 27. Juni 2005

Arsch mit Krawatte

Es ist ein höchstseltenes Vergnügen, ich vermute sogar, manche Exemplare unserer Spezies kommen gar nie in dessen Genuss, aber wenn man frau nur still und lang genug dasitzt und auf den passenden Moment wartet, wenn der Alkoholspiegel die Höhe der Hemmschwellenüberwindung erklommen hat, dann, ja dann - dann ist es soweit:

Sie darf Männergesprächen lauschen.

Kürzlich gesehen, nein, gehört, bei einer lauschig feuchten Party bei meinem Lieblingsnachbarn. Es ist unwahrscheinlich, wie die Herren erst zögerlich, aber dann doch relativ ungehemmt und laut lachend mit einem Repertoire an verbalen Beflegelungen aufwarten, dass einem schier die Ohren schlackern. Was ich nicht wusste: Dass man kleine Frauen Standgebläse nennt, dass es möglich ist, ein Wort wie Arschloch in kreativ variierenden Kontexten so einzusetzen, dass auch nach dem 30. Mal innerhalb eines Zeitraums von ein paar Minuten noch immer nicht so etwas wie Redundanz oder Begriffsübermüdung eintritt, dass Männer ihre Krawatten am liebsten wie einen String-Tanga am Allerwertesten tragen würden, und vieles mehr...
Vielleicht ist es ja so, dass in solchen Momenten Männer zu Kindern werden und endlich wieder kichern und lachen dürfen wie seinerzeit, als sie noch klein waren. Sobald man sich an das Hardcore-Vokabular ein bisschen gewöhnt hat, ist es wahrlich schön anzusehen. So echt, so unverfälscht!

Ich hoffe, dass ich noch oft die Möglichkeit haben werde, derartigen Gesprächen beizuwohnen. Denn, ganz ehrlich: Ihr Männer dieser Welt. Ich steh auf Euch!!!

Mittwoch, 8. Juni 2005

Die zweite Wange

Lasst es mich so sagen: Ich tu mir manchmal schwer, (noch) an das „Gute in der Welt“ zu glauben, auch wenn ich eigentlich ein Mensch bin, der mit einem ausgeprägten Steh-auf-Mechanismus ausgestattet ist, über den ich mich selber manchmal wundere und der mir dem Himmel sei Dank einfach gratis in die Wiege gelegt wurde.
Nun will ich nicht mit Plädoyers zur Verwerflichkeit der menschlichen Existenz daherkommen, geschweige denn irgendwelche Vergangenheiten als besser darstellen als das, was heute ist. Ich möchte lediglich über ein paar Ereignisse nachdenken, die sich rein zufällig in der letzten Zeit gehäuft haben und die, will man unser Dasein und das dazugehörige Drumherum als ein ineinander greifendes Ganzes sehen, Wege zu Neuem bahnen zu scheinen.
Ich fang mal von vorn an: Es ist Frau Freilich ein Anliegen, ihren Jungherren gewisse Begriffe menschlicher Größe und Ehrgefühl auf ihren Lebensweg mitzugeben, was auch versucht wird, durch Gespräche und relativ konsequente Verhaltensrückmeldungen umzusetzen.
Zum Beispiel wären da die Fähigkeit brüderlich zu Teilen, eine gewisse Nach- und auch Rücksicht anderen, vor allem Kleineren respektive Schwächeren gegenüber.
Ereignisbeispiel 1: Jungfreilichs Freundin, das Fräulein E. (3) sitzt mit ihrem kleinen Bruder, dem Monsieur M. (1 ½) in der Sandkiste, umgeben von was man dort eben so braucht und einem Stofftier. Da kommt ein Dreijähriger dahergelaufen, schnappt sich flugs Monsieur M.s Stofftier und rennt geschwind davon, denn dicht auf seinen Fersen ist ihm sein Bruder (5) und dessen beiden gleichaltrige Freunde, ebenfalls scharf auf das Stofftier. Es ergibt sich, dass alle vier, jeder an einer Extremität des geplagten Stoffwunders, zu zerren beginnen. Begleitet wird das Szenario von wildem Gebrüll, das alsbald in einer wilden Rauferei ausartet, was die drei Mütter nicht weiter zu irritieren scheint. Fräulein E. schaut konsterniert, sie weiß nicht, wie sie in so einer Situation reagieren soll und zuckt hilflos mit den Schultern. Monsieur M. ist einer, den so schnell nichts beunruhigt. Frau A., deren Mutter, wartet, dass eine der Mütter eingreift. Es geht eine Weile so weiter, bis der jüngste, nachdem ein schon einige zünftige Watschen und Deppscher weggesteckt hat, endlich zu weinen anfangt. Eine Mutter eilt herbei und erkennt, dass es um das Stofftier ging. „Wer hat es zuerst gehabt?“ will sie wissen. Der Kleine. Also dürfe er jetzt damit spielen. Da greift Frau A. ein und sagt, dass das Stofftier Monsieur M. gehöre, was die Mutter der Raufbolde mit einem Mann-was-bist-du-kleinlich-Blick abgilt.
Zum Beispiel wäre da noch die Fähigkeit zur Kommunikation. Neben dem Respekt und der Rücksicht anderen gegenüber wäre es Frau Freilich auch wichtig, dass die Jungherren eines Tages im Rahmen fairer Diskussionen ihren Willen durchzusetzen fähig sind. Konflikte sollten sie nicht scheuen, vielmehr versuchen, mit Hilfe der Vernunft die Dinge so zu regeln, dass jeder entsprechend aussteigt. Dabei muss man einstecken können und dabei dennoch Haltung bewahren und sich nicht unterkriegen lassen.
Ereignisbeispiel 2: Herr Jungfreilich, der Jüngere (ich bin fast vier!) hat einen besten Freund, den Herrn C., der den Jungfreilich, wie er immer wieder betont, sehr gern mag. Trotzdem vergeht kein Tag, an dem Herr Jungfreilich nicht – wirklich äußerst brutal – geschubst, getreten und geschlagen wird. Einfach so, aus heiterem Himmel. Wenn es nicht weh tut, lacht Herr Jungfreilich sogar und beschwichtigt „das macht doch nichts“, wenn es ärger ist, heult er eben und petzt ein bisschen bei den Tante, die dann, wie ich vermute, mit dem Herrn C. schimpft. Ich werde dem Jungfreilich nicht empfehlen, nach christlicher Manier auch die zweite Wange hinzuhalten. Aber was ich ihm dazu sagen soll, weiß ich ehrlich gesagt nicht, außer dass er es sich nicht gefallen lassen soll. Heute riet die Mutter des Herrn C. dem Herrn Jungfreilich, dem C. einfach auch eine drüberzuziehen, Retourkutsche also. Hm.
Ich weiß, ich mache alles falsch. Ich sollte meine Jungherren besser lehren, ihre Ellebogen sinnvoll einzusetzen, sie sofort in einen Karate-Club einschreiben und ihnen sagen, sie sollen sich schnell alles was geht unter den Nagel reißen, bevor’s ein anderer erwischt. Damit würden sie, glaub ich, ganz gut zurechtkommen in unserer schönen Welt.

Sonntag, 5. Juni 2005

verlässlichkeiten

da stand ich gestern mittag um zwölf uhr also am herd und testete zum letzten mal die bissfestigkeit des eleganten grün-weißen spargelensembles, gab mit einem gekonnten löffelrührschwung der bozner sauce den so genannten finishing touch... derweil begann ein wunderbarer spargelstrudel im ofen schön langsam farbe anzunehmen...
nicht zu vergessen das arrangement im garten, schön geschlichtete pflänzchen waren hinter frisch gesäuberten fenstern makellos zu erkennen und bestaunen. ein heurigentisch, bedeckt mit dem besten geschirr, und der wein kühlte im dafür vorgesehenen schrank still vor sich hin...
keine barone noch baronessen, keine stews, so humanistisch sie sich auch geben mögen, keine barbapapas noch mamas noch bitos...
wissts was? ess ich mir meinen spargel doch selber! pack!

Freitag, 13. Mai 2005

Freitag, der dreizehnte

Für manche ist es ein Glückstag, z. B. jene, die die Casino-Werbung designen, für andere das Gegenteil, z. B. jene, die sich Freilich nennen.
Na ja, fahr ich halt nicht in die Ferien, ts.

Donnerstag, 12. Mai 2005

Ohne Ziel

Wie ist das eigentlich, wenn man anfängt einen Text zu schreiben, weder Vorgabe noch Ziel, weder Idee noch Konzept oder sonst etwas besitzt? Es ist genau so wie hic et nun oder so ähnlich. Nachdem mich Vater Brötchen nun ein paar Tage in seine Zwänge nahm, damit ich mir doch Worte mit Vorgabe usw., siehe Gegenteil zu oben, aus meinen Synapsen fließen ließe, werde ich mir in diesem Augenblick gewahr, dass es doch noch Restworte gibt, die ich in den letzten Tagen nicht gänzlich aufgebraucht habe.
Früher war das anders. Früher, wenn ich etwas geschrieben hatte, ereilte mich geschwind eine dieser heimtückischen Wortfindungsstörungen, die mich dazu zwangen, Blätter weiß und den Mund geschlossen zu lassen. Es hat auch keiner davon Schaden genommen. Jetzt ist es zwar so, dass Wörter wie Wirtschaft und Innovationsgeist so gar nicht schmerzfrei aus meinen Tippfingern gleiten wollen, aber wenigstens existieren sie noch, wie auch anderes Vokabular, auf das ich notfalls zurückgreifen könnte, wenn ich müsste. Ich muss aber nicht.
Weil ich mir jetzt Ferien gönne, ha!
Anstatt hier was hinzuschreiben, würde ich eigentlich lieber in der Küche sitzen und mein Kätchen ein wenig kraulen. Aber , leider, sie ist immer noch weg. Ob sie jemals wiederkommt?

Freitag, 6. Mai 2005

Capital calls

Sollte man die Stadt des Herzens verlassen, um den Job der Sehnsüchte anzunehmen?
Bin maßlos überfordert...
Meine Katze ist verschwunden
Bin maßlos unrund...
shit.

Mittwoch, 4. Mai 2005

falls das jemanden interessiert...

alles was hier nicht steht, genieße ich derzeit draußen in der sonne. und ich werde noch mehr genießen, yeah!
holladrio!

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«Ein Mann im Haus...
...erspart den Zimmermann», sag ich immer. Und da ich...
diefrogg - 16. Mai, 21:17
Nun ist der Zusammenhang...
...und ich versuchs gar nicht ! Grüße Lars //schr eibnetz.twoday.net/ http:/ /schreibnetz.de Tschüss Pr obleme...
schreibnetz - 10. Apr, 16:46
Nun ist der Zusammenhang...
...und ich versuchs gar nicht ! Grüße Lars //schr eibnetz.twoday.net/
schreibnetz - 10. Apr, 16:45
sweety. wie du wahrscheinlich...
sweety. wie du wahrscheinlich nicht weißt, war ich...
freilich - 12. Mär, 11:39
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humbug - 10. Mär, 06:05
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freilich - 9. Mär, 17:20
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das ist fast k0rrekt, denn ich zb. würde zwar nicht...
humbug - 9. Mär, 15:33
dass unser kater eine...
dass unser kater eine maus tötet und sogar verspeist...
freilich - 9. Mär, 09:24
punkt 1: soviel stress...
punkt 1: soviel stress wegen etwas, das die natur auch...
humbug - 9. Mär, 05:59
von einem eingefleischen...
ist das ja schier ein Kompliment
freilich - 8. Mär, 12:18

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